Mit Modul 4 lassen sich Stahlbauteile durchgängig nummerieren und dokumentieren, von der Platzierung im Modell bis zur fertigen Stückliste. Kern des Moduls ist die SuNo-Nummerierung, die zusammen mit der automatischen Ableitung von Zeichnungen und Listen einen durchgehenden Ablauf ergibt.
Für die Halterungs- und Stahlbauplanung ist das ein spürbarer Unterschied, weil die Dokumentation dort traditionell ein großer, fehleranfälliger Zeitfresser ist. Dieser Beitrag zeigt, warum die Stahldokumentation im Projektalltag so viel Aufwand verursacht, was Modul 4 davon übernimmt und was sich dadurch für Qualität und Termine ändert.
Warum die Stahldokumentation Zeit kostet
In der Halterungsplanung entstehen je Projekt schnell mehrere hundert Bauteile. Jedes braucht eine eindeutige Nummer, eine Zeichnung, eine Bemaßung und einen Eintrag in der Stückliste. Für sich genommen ist jeder dieser Schritte überschaubar, in der Summe binden sie jedoch viel Zeit, gerade wenn sie von Hand ausgeführt und gepflegt werden.
Der eigentliche Aufwand ist dabei nicht das erste Erstellen. Es sind die Änderungen danach. Wird das Modell nach der ersten Ableitung noch angepasst, und das ist im Projektverlauf die Regel, stimmt die Nummerierung nicht mehr zur Zeichnung und die Stückliste nicht mehr zum Modell. Wer das von Hand nachzieht, verbringt damit oft mehr Zeit als mit der Konstruktion selbst, und jede manuelle Korrektur ist eine neue Fehlerquelle. Am Ende steht die Unsicherheit, ob die Dokumentation wirklich zum aktuellen Stand passt.
Was Modul 4 von SuCri übernimmt
Modul 4 erzeugt die Stahldokumentation aus dem Modell heraus. Die Nummerierung folgt einer Regel, die einmal festgelegt und danach auf das gesamte Projekt angewendet wird. Ändert sich etwas im Modell, wird die Dokumentation neu abgeleitet, statt mühsam korrigiert zu werden. Damit verschiebt sich die Arbeit von der wiederholten Handarbeit hin zu einer einmaligen, sauberen Regeldefinition.
Im Einzelnen deckt Modul 4 diese Schritte ab:
- Nummerierung der Stahlbauteile nach einem Schema, das Sie selbst bestimmen. Zeichnungsname und Bauteilnummer lassen sich frei kombinieren, sodass die Nummerierung zu Ihren bestehenden Konventionen passt.
- Automatische Ansichten und orthogonale Zeichnungen, abgeleitet aus dem Modell statt einzeln aufgebaut. Das erspart das manuelle Anlegen jeder einzelnen Ansicht.
- Bemaßung der abgeleiteten Ansichten, einschließlich der Frage, auf wie viele Kommastellen gerundet wird, damit die Zeichnungen den Vorgaben entsprechen.
- Stücklisten und Massenberechnungen, die zur Nummerierung und zu den Zeichnungen passen, weil sie aus derselben Quelle stammen.
Der gemeinsame Nenner dieser Schritte ist die eine Quelle. Weil Nummerierung, Zeichnung, Bemaßung und Stückliste alle aus demselben Modell abgeleitet werden, können sie gar nicht erst auseinanderlaufen. Genau dieser Zusammenhang ist es, der den manuellen Abgleich überflüssig macht.
Was das im Projekt ändert
Der sichtbare Gewinn ist die eingesparte Zeit. Der wichtigere ist die Konsistenz: Wenn Nummerierung, Zeichnung und Stückliste aus einem Lauf kommen, gibt es keine Fassung, die hinterherhinkt. Gerade in Projekten mit mehreren Beteiligten ist das der Unterschied zwischen einer Dokumentation, der man traut, und einer, die vor jedem Versand noch einmal geprüft werden muss.
Diese Verlässlichkeit wirkt über die Planung hinaus. Eine Stückliste, die nachweislich zum Modell passt, ist eine belastbare Grundlage für Einkauf und Fertigung, und Zeichnungen, die automatisch zum aktuellen Stand erzeugt werden, reduzieren Rückfragen und Nacharbeit auf der Baustelle. Je größer das Projekt und je häufiger die Änderungen, desto deutlicher zahlt sich die durchgängige Ableitung aus.
Die Einrichtung ist einmalige Arbeit. Projektvorlagen und Stücklisten werden bei der Installation konfiguriert, danach laufen die automatischen Ableitungen und Massenberechnungen ohne weiteres Zutun. Der Aufwand liegt also am Anfang, der Nutzen begleitet das Projekt über die gesamte Laufzeit.
Wo Sie weiterlesen
Die vollständige Beschreibung steht im SuCri®-Handbuch: Installation und Einrichtung, der Aufbau der Benutzeroberfläche, die Einstellungen von Modul 4 und die Fehlersuche, wenn eine Zeichnungsansicht einmal nicht so aussieht wie erwartet. Wenn Sie Modul 4 in Ihrem eigenen Projekt sehen möchten, sprechen Sie uns an. Wir zeigen es Ihnen an Ihren Daten, statt an einem vorbereiteten Beispiel.