4.1.4. Berechnungsformel
4.1.4. Berechnungsformel
Bei einem Standard-Schraubensatz wird die Schraubenlänge wie folgt
berechnet:
Schraubenlänge = Summe der verbundenen Flanschdicken
+ (Mutternstärke × Anzahl der Muttern)
+ (Unterlegscheibendicke × Anzahl der Unterlegscheiben)
+ (Zusatzlänge × Anzahl der Zusatzteile)
+ GEWINDETIEFE
+ Ventilflanschdicke × Ventilanzahl (bei Anschluss an ein Ventil)
+ Stutzenversatz × Stutzenanzahl (falls an einen Stutzen angeschlossen)
+ Dichtungsstärke × Dichtungsanzahl (falls Dichtungen vorhanden sind)
+ Anschweißbund-Versatz × Anschweißbund-Anzahl (falls vorhanden)
Beispiel zur Wirkung der Dichtungsstärke: Bei einer Flanschverbindung mit einer 2 mm starken Dichtung gegenüber einer ansonsten identischen Verbindung mit einer 10 mm starken Dichtung ergibt sich eine Differenz von 8 mm in der berechneten Schraubenlänge. Unterschiedliche Dichtungsstärken im Modell schlagen sich somit unmittelbar in den Berechnungsergebnissen nieder.
Losflansch-Verbindungen mit Anschweißbund: Bei
Losflansch-Paaren wird der Flanschversatz des angeschlossenen
Anschweißbunds (Stub-End) zusätzlich in die Berechnung einbezogen. Bei
einem Anschweißbund mit z. B. 10 mm Flanschversatz fallen die
berechneten Schraubenlängen entsprechend länger aus als bei einer
vergleichbaren Vorschweißflansch-Verbindung. Voraussetzung ist, dass der
Multiplikator STUBEND in der Konfigurationsdatei gesetzt
und der Flanschversatz am Anschweißbund-Bauteil gepflegt ist.
Das Ergebnis wird dann auf die nächste Standardlänge aus der RoundLength-Tabelle gerundet:
- UP: Rundet auf die nächste Länge auf, die gleich oder größer als der berechnete Wert ist.
- ABWÄRTS: Rundet auf die vorherige Länge ab, die dem berechneten Wert entspricht oder kleiner ist.
Bei Verwendung von „Genau aktualisieren“ erfolgt keine Rundung.
Wenn die berechnete Länge die maximal verfügbare Standardlänge überschreitet, wird die Schraube im Bericht als „Fail“ gekennzeichnet.